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HD21

  • Fortgeschrittene Stadien

Studienziel / Fragestellung

Als Standardbehandlung für das fortgeschrittene Hodgkin Lymphom bei erwachsenen Patienten bis einschließlich 60 Jahre gilt die Therapie mit (PET-adapatierten) 4-6 Chemotherapiezyklen nach dem BEACOPP eskaliert Schema und die anschließende Bestrahlung PET-positiver Reste - Ergebnisse der HD18 Studie haben gezeigt, dass bei Patienten mit einer negativen PET Untersuchung nach 2 Zyklen die Anzahl der Chemotherapiezyklen reduziert werden kann: Patienten mit einer positiven PET nach 2 Zyklen BEACOPP eskaliert erhalten insgesamt 6, Patienten mit einer negativen PET nach 2 Zyklen erhalten insgesamt 4 Zyklen Chemotherapie. Diese Behandlung ermöglicht eine hervorragende Tumorkontrolle. Nachteilig ist jedoch die ausgeprägte kurz- und langfristige Toxizität, die mit der Behandlung mit diesem aggressiven Chemotherapieregime einhergeht.

Jüngst wurden neuere Substanzen in der Behandlung des Hodgkin Lymphom erprobt, die bei Patienten mit vielen vorhergegangenen Rezidiven erstaunlich wirkungsvoll waren und eine tolerierbare Toxizität zeigten. In der targetedBEACOPP-Studie wurde nun eine dieser neuen Substanzen, das Brentuximab vedotin, mit Varianten des BEACOPP eskaliert-Schema kombiniert, um eine bessere Verträglichkeit bei gleich guter Wirksamkeit zu erreichen. Das in der targeted BEACOPP-Studie etablierte BrECADD-Schema wird nun in der HD21 Studie im Rahmen einer randomisiert-kontrollierten, multizentrischen Phase III Studie mit dem BEACOPP eskaliert-Schema verglichen.

Patienten erhalten 4-6 Zyklen BEACOPP eskaliert oder 4-6 Zyklen BrECADD, jeweils in Abhängigkeit von der PET nach 2 Zyklen. Anschließend wird das bereits in vorherigen Studien etablierte Strahlentherapiekonzept durchgeführt und nur PET-positive Reste nachbestrahlt. Das Ziel dieser Studie ist es zu zeigen, dass die Wirksamkeit der Therapie mit BrECADD derjenigen mit BEACOPP eskaliert nicht unterlegen ist. Gleichzeitig soll  gezeigt werden, dass die Therapie mit BrECADD hinsichtlich der Nebenwirkungen auf Blutbildung und Organfunktionen (Hämato- und Organtoxizität) verträglicher ist
Begleitend sind, wie schon in vorherigen Studien der GHSG, unter anderem Projekte zur Erfassung der Langzeittoxizität, der Lebensqualität und zur Probengewinnung für zukünftige wissenschaftliche Forschungsprojekte angegliedert.

Patientenmerkmale

Wichtige Einschlusskriterien

  • Histologisch gesicherte Erstdiagnose eines Hodgkin Lymphoms (HL)
  • Patient ist therapienaiv in Bezug auf das HL
  • Stadium III / IV oder IIB mit einem oder beiden der Risikofaktoren „Extranodal-Befall“ und „großer Mediastinaltumor“
  • Alter: 18-60 Jahre
  • Vorliegen der eigenständig schriftlich erteilten Einwilligung zur Studienteilnahme
  • Normale Organfunktionen (außer HL-bedingte Beeinträchtigungen)

Wichtige Ausschlußkriterien

  • Vor- oder Begleiterkrankungen, die eine protokollgerechte Therapie nicht erlauben
  • HL als Mischtumor (sog. Composite Lymphoma)
  • Vorliegen eines NLPHL
  • maligne Tumorerkrankung in den letzten 5 Jahren (Ausnahmen siehe Protokoll)
  • Schwangerschaft, Stillen
  • Mangelnde Compliance
  • Teilnahme an einer anderen interventionellen Prüfung, die mit der vorliegenden Prüfung interagieren könnte

Studiendesign

  • Phase III, multizentrisch, randomisiert

Intervention

Standardarm

  • 4-6 x BEACOPP eskaliert + 30 Gray Radiotherapie auf PET-positive Reste

Experimenteller Arm

  • 4-6 x BrECADD + 30 Gray Radiotherapie auf PET-positive Reste

Die Patienten werden nach Einschluss in die Studie in einen der beiden Therapiearme randomisiert.

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